BRH-Rettungshundestaffel Nahe-Hunsrück |
Flächensuche
In der Fläche verfolgen unsere Hunde nicht die Fährte am Boden, sondern sie stöbern. Das heißt, sie suchen mit halbhoher Nase nach menschlicher Witterung (Hautpartikel), die sie aus einer Entfernung von bis zu 100 m und weiter wahrnehmen können.
Die gefundene Person zeigt der Hund durch Verbellen oder durch Freiverweisen an. Beim Verbellen muss der Hund solange bellend bei der gefundenen Person verharren, bis der Hundeführer zur Stelle ist. Vorteil hierbei ist, dass die Handlungskette für den Hund sehr einfach ist und damit wenig Fehlverweise beinhaltet. Nachteil hierbei kann sein, dass der Hundführer den Hund bei lauter Umgebung nicht hört, oder Opfer vor einem bellenden Hund Angst bekommen können.
Beim Freiverweisen verbleibt der Hund nur kurz bei der gefundenen Person, kehrt sofort zum Hundeführer zurück und macht dort eine Anzeige. Danach führt der Hund seinen Hundeführer zur gefundenen Person zurück. Dieser Ablauf kann verschiedene Formen haben und richtet sich auch danach was dem Hund am besten liegt. Es gibt z. B. unterschiedlichste Formen der Anzeige: „Bringsler“ (Zeigen durch ein Bringsel an, dass Sie jemanden gefunden haben), Anzeige durch Anspringen oder eine Anzeige durch ziehen an einem Spielzeug. Auch die Rückführung zum Opfer kann in unterschiedlicher Form geschehen z.B. „Pendler“ (laufen zwischen Opfer und Hundführer hin und her). Hier ist vorteilhaft dass das Opfer nicht verschreckt oder verängstigt wird. Ebenso erfolgt auch in lauter Umgebung eine einwandfreie Anzeige. Nachteilig ist, dass hier dem Hund eine komplizierte Handlungskette beigebracht wird, die dann auch eine entsprechende Fehlerkette nach sich ziehen kann. Ebenso muss der Hund sehr lauffreudig sein, da er insgesamt eine wesentlich größere Strecke bewältigen muss.
Rettungshund Fini zeigt seiner Hundeführerein an jemanden gefunden zu haben.